DIG würdigt einen der größten Staatsmänner

Shimon PeresJerusalem. Im Rahmen eines Empfangs in der Residenz des Israelischen Staatspräsidenten in Jerusalem verlieh der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, die höchste Auszeichnung der DIG: die Ernst-Cramer-Medaille, benannt nach dem jüdischen Publizisten Ernst Cramer, der in der Spitze des Springer-Verlages sich in herausragender Weise über viele Jahrzehnte hinweg für die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten eingesetzt hat.


Wie DIG-Präsident Robbe in seiner Laudatio auf Peres erklärte, ehre die DIG als ersten Preisträger einen israelischen Politiker, der wie kein anderer sich Zeit seines Lebens um die einzigartigen Beziehungen verdient gemacht habe. Man sei, so Robbe weiter, stolz und dankbar dafür, einem der größten Staatsmänner der Gegenwart diese Medaille überreichen zu dürfen. Unabhängig von politischen Höhen und Tiefen sei Peres ein verläßlicher Partner für Deutschland gewesen, für den trotz der Belastungen aus der deutschen Geschichte und der Schicksalsschläge in der eigenen Familie in der Nazi-Diktatur die Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen ein wirkliches Herzensanliegen geblieben sei. Alle Israel-Freunde in Deutschland seien mit ihm der Auffassung, so Robbe weiter, dass der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres die beste Wahl sei, die man sich überhaupt vorstellen könne für diese besondere Auszeichnung.

In seiner Erwiderung unterstrich Präsident Peres die Bedeutung der Beziehungen und hob die Notwendigkeit hervor, "jetzt in die Zukunft zu blicken". Man müsse sich beispielsweise der Möglichkeiten des Internets bedienen, um junge Menschen für die Anliegen der deutsch-israelischen Freundschaft zu gewinnen. Sehr positiv äußerte sich der Präsident zu den Projekten der DIG mit Blick auf das bevorstehende Jubiläumsjahr 2015, in dem Deutschland und Israel auf 50 Jahre diplomatische Beziehungen zurückblieben können. Peres bezeichnete die Arbeit der DIG als "enorm wichtig für die Freundschaft zwischen den Menschen in beiden Staaten".

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