An Niedertracht nicht zu überbieten

DIG ruft zur Solidarität mit den Eltern der entführten israelischen Schüler auf.

 

Jerusalem/Berlin. Nachdem am vergangenen Donnerstag die drei israelischen Jugendlichen Eyal Yifrach (19) aus Elad, Gilad Sha‘er (16) aus Talmon und Naftali Frenkel (16) aus Nof Ayalon entführt wurden, ruft die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) zu Solidaritätsbezeugungen mit den Eltern der entführten Schüler auf. Von der EU fordert die DIG mehr Engagement bei der Suche nach Lösungen im Nahen Osten.

 

Wie DIG-Präsident, der ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, in Berlin erklärte, sei man geschockt und erschüttert zuglleich über die Nachrichten aus Israel. Auch wenn bis zur Stunde noch nicht geklärt werden konnte, wer für diese Entführung der drei Jugendlichen die Verantwortung trage, so liege die Vermutung der israelischen Regierungsstellen nahe, es würde sich – wie bei früheren vergleichbaren Fällen – um radikale Palästinenser aus den Reihen der Hamas handeln.

 

Robbe begrüßte ausdrücklich die Reaktionen der freien westlichen Welt. Nicht nur die israelische Regierung, die Deutsche Bundesregierung, viele europäische Regierungschefs, US-Außenminister John Kerry und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hätten die Entführung der drei Schüler aufs Schärfste verurteilt. Der Leiter des Internationalen Roten Kreuzes im Mittleren Osten, Robert Mardini, habe sich sehr besorgt gezeigt über das Schicksal der Teenager. Das Humanitäre Völkerrecht verbiete Entführungen und Geiselnahmen.

 

Robbe, verurteilte ebenfalls in scharfer Form die Entführung. Die Geiselnahme von wehrlosen Schülern gehöre zu den niederträchtigsten Verbrechen, die man sich überhaupt vorstellen könne, erklärte Robbe in Berlin. Alle Väter und Mütter könnten in diesen Tagen nachvollziehen, was die Eltern der entführten Schüler jetzt durchzumachen hätten. Deshalb sei es ein Gebot der Nächstenliebe und der praktizierten Solidarität, mit allen Mitteln für die Freilassung der Schüler einzutreten. Dazu würden nach Auffassung des DIG-Präsidenten gerade symbolische Aktionen zählen, wie sie beispielsweise unter dem Motto “Bring Back Our Boys” auch in Deutschland derzeit stattfänden.

 

Ebenso, wie alle zivilisierten Staaten auf der Welt fordere auch die DIG die sofortige Freilassung der Schüler Gilad, Naftali und Eyal. Besonders in der Pflicht würden alle politisch Verantwortlichen in der arabischen Welt, aber auch Russland und China stehen. Und wenn die palästinensiche Regierung in Ramallah es wirklich ernst meine mit ihrer Distanzierung von der Geiselnahme, dann würde sie nicht tolerieren, wenn die Entführung der Schüler mit Freudentaumel und Süßigkeiten in Ramallah gefeiert werde; dies sei schockierend und abstoßend, erklärte Robbe. Der DIG-Präsident wörtlich: “Diese Entführung ist das Werk von irregeleiteten Extremisten, denen Menschenleben offensichtlich nichts bedeuten. Wer für derartige Verbrecher auch nur das geringste Verständnis zeigt, stellt sich außerhalb der zivilisierten Gemeinschaft!”

 

Dieser Entführungsfall führe der Welt wieder einmal geradezu brutal vor Augen, wie bedrohlich die Situation für die Menschen in Israel sei. Deshalb sei insbesondere die Europäische Union aufgefordert, sich intensiver als in der Vergangenheit um den Nahen Osten und insbesondere um Israel zu kümmern, erklärte Robbe. Die immer mehr um sich greifende Radikalisierung weiter Teile der islamischen Welt sei nicht nur eine akute Bedrohung für den demokratischen Staat Israel, sondern zwischenzeitlich für ganz Europa.

 

Abschließend forderte der DIG-Präsident sämtliche Arbeitsgemeinschaften der DIG, aber darüber hinaus auch alle Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und gesellschaftlichen Verbände in der Bundesrepublik dazu auf, mit Solidaritätsbotschaften die Bemühungen um die Freilassung der jugendlichen Geiseln zu unterstützen.

DIG Aktuell

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