„Gilad Shalit endlich freilassen“

DIG-Präsident Reinhold Robbe richtet Appell an Bundesregierung

Berlin. Der bereits im Jahre 2006 durch militante Palästinenser verschleppte israelische Soldat Gilad Shalit wird auch seinen 25. Geburtstag am 28. August in Gefangenschaft verbringen müssen. Dieses „durch nichts zu rechtfertigende Verbrechen“ nimmt der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, zum Anlass, an die Entführung von Gilad Shalit zu erinnern und gleichzeitig an die Bundesregierung zu appellieren, in den Bemühungen um die Freilassung des Gekidnappten nicht nachzulassen.

"Viele Menschen in Israel, Deutschland und allen Demokratien dieser Welt denken gerade in diesen Tagen an Gilad Shalit. Jeder, der sich den elementaren Menschen-rechten verbunden fühlt, wünscht Gilad Shalit Kraft und Durchhaltevermögen. Alle Verantwortlichen – also auch die deutsche Bundesregierung – sind aufgefordert dafür einzutreten, dass er nicht noch einen Geburtstag in Gefangenschaft verbringen muss", so Robbe in einer Erklärung des DIG-Präsidiums.

Gilad Shalit wurde am 25. Juni 2006 durch militante Palästinenser in Israel entführt und anschließend über die Demarkationslinie an einen unbekannten Ort im Gazastreifen gebracht. Seit über fünf Jahren hält die Hamas Gilad Shalit gefangen und verweigert ihm jegliche Rechte, darunter auch Besuche des Roten Kreuzes.

Robbe verwies in diesem Zusammenhang auf Artikel 9 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Demnach dürfe niemand willkürlich festgenommen oder in Haft gehalten werden. Robbe: „Es wäre ein wunderbares Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe, wenn gerade auch in Deutschland möglichst viele Menschen Gilad Shalit symbolisch öffentlich zum Geburtstag gratulieren würden, auch wenn wir befürchten müssen, dass ihn diese Glückwünsche vermutlich nie erreichen werden".
26. August 2011

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